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Fielmann neutral

Stadtsparkasse Köln, 31.07.2002

Für die Wertpapieranalysten der Stadtsparkasse Köln ist die Aktie der Fielmann AG (WKN 577220) eine Halteposition.

Die Fielmann AG sei der größter Augenoptiker Europas und Marktführer in Deutschland. 13 Millionen Menschen tragen eine Brille von Fielmann. In der BRD verkaufe das Unternehmen jede dritte Brille. Fielmann sei auf allen Ebenen der Optik tätig. Als Hersteller, Agent und Augenoptiker. Großaktionäre seien Günther Fielmann, die Fielmann Familienstiftung, die Fielmann Inter-Optik GmbH &Co. KG sowie Marc Fielmann.

In den ersten fünf Monaten des Jahres 2002 habe Fielmann den Umsatz um 5% auf 268,7 Mio. Euro gesteigert. Die Branche habe den Angaben zufolge einen Rückgang um 8% hinnehmen müssen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sei auf 30,8 Mio. Euro geklettert. Der Überschuss habe auf 21,7 Mio. Euro zugelegt. Der Außenumsatz sei auf 331,3 Mio. Euro gewachsen.

In den Niederlanden wolle der Konzern weiter expandieren. Mittelfristig solle die Zahl der Niederlassungen auf 35 anwachsen und in allen großen Städten des Landes vertreten sein. Derzeit verfüge Fielmann dort über zehn Filialen.

Mit 496 Niederlassungen und einem Umsatz-Marktanteil von 21% sei die Optik-Kette Marktführer in Deutschland. International sei das Unternehmen derzeit in der Schweiz, Österreich, den Niederlanden und Polen vertreten und nehme in den beiden erst genannten Staaten eine führende Marktstellung ein. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liege eindeutig auf dem Handelsgeschäft. In der Fassungsproduktion werden kleine Serien in den eigenen Produktionsanlagen hergestellt, die Produktion größerer Stückzahlen erfolge in Niedriglohnländern.

Für das laufende Geschäftsjahr habe Fielmann eine erneute Steigerung von Absatz, Umsatz und Gewinn avisiert. In diesem Jahr werde ein Umsatz von über 660 Mio. Euro angestrebt. Nach der geplanten Expansion nach Frankreich, Spanien und Großbritannien solle der Umsatz bei rund 1,5 Mrd. Euro liegen.

Im Januar habe Fielmann in Rathenow ein 32 Mio. Euro teures Produktions- und Logistikzentrum eröffnet. In dem neuen Werk werden Silikat- und Kunststoffgläser hergestellt und in Brillengestelle eingepasst. Die Niederlassung bediene damit 40% des Bedarfs von Fielmann-Brillen in Deutschland.

Fielmann verfolge konsequent das Discounter-Konzept (aggressives Marketing verbunden mit einer hohen Servicequalität). Das Konzept sei international multiplizierbar.

Der Konzern möchte in den Feinkosthandel einsteigen. Es sollen anspruchsvolle Feinkostgeschäfte mit ökologischen Lebensmitteln eröffnet werden. Geplant seien mittelfristig zehn bis zwanzig Filialen.

Der Markt für Brillenfassungen und -Gläser sei leicht rückläufig. Der Trend zu höherwertigen Brillen sowie der steigende Veredelungsgrad könne den Rückgang teilweise kompensieren.

Fielmann habe mit den Fünf-Monats-Zahlen positiv überraschen können. Trotz der allgemeinen Konjunkturflaute sei der Konzern in der Lage, entgegen dem Branchentrend weiteres Wachstum zu generieren, auch wenn dieses geringer als in den vergangenen Jahren ausfalle. Positiv zu bewerten sei die europäische Expansionsstrategie.

Das Researchteam der Stadtsparkasse Köln behält bezüglich den Fielmann-Aktien seine Einschätzung "Marketperformer" bei.

 

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