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Fielmann kaufen

ExtraChancen, 15.07.2003

Die Experten von "ExtraChancen" empfehlen die Aktie von Fielmann (ISIN DE0005772206/ WKN 577220) zu kaufen.

Fielmann ersetze im MDAX ab dem Montag die von Robert Bosch mehrheitlich übernommene Buderus AG. Mitte Juni habe die Deutsche Börse für Verwirrung gesorgt, als sie den MDAX-Aufstieg von Fielmann nach wenigen Stunden wieder habe zurücknehmen müssen. Damals habe es entgegen der ersten Ankündigung geheißen, der Bosch-Anteil liege doch noch unter der Marke von 95%. Inzwischen halte Bosch nach eigenen Angaben mehr als 95,01% an Buderus.

Fielmann habe bereits von 1995 bis 2002 in der zweiten Börsenliga notiert. Im vergangenen Jahr seien die Hamburger im Zuge der Neusegmentierung der Index-Landschaft aus dem Mid-Cap-Börsenbarometer abgestiegen. "Kurzfristig erwarten wir keine Kurssprünge. Langfristig sollte der Aufstieg aber positive Impulse für die Fielmann-Aktie liefern", sei Roland Könen vom Bankhaus Lampe überzeugt.

Fielmann gelte als der größte Augenoptiker Europas. In Deutschland sei das Einzelhandelsunternehmen mit einem Anteil am Brillenabsatz von über 40% Marktführer. Was seien die Gründe für den Fielmann-Erfolg? Gerade in schwierigen Zeiten sitze das Geld bei vielen Leuten nicht so locker. Wer eine neue Brille brauche, der schaue verstärkt auf ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Das biete Fielmann, und es zahle sich für beide Seiten aus. "Fielmann ist im positiven Sinne der ALDI unter den Optikern", fasse Könen zusammen. Der Konsument bekomme eine preiswerte Brille und Fielmann verkaufe - pro Mitarbeiter - fast doppelt so viele Sehhilfen wie die Mitbewerber.

Das mache sich auch in den Zahlen bemerkbar. Habe die Gesellschaft in ihrem Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bislang "nur" von weiterem Wachstum beim Absatz, Umsatz und Gewinn gesprochen, seien diese Planvorgaben auf der Hauptversammlung in der vergangenen Woche mit einer zweistelligen Steigerung näher konkretisiert worden. In der Zeit von Januar bis Mai habe Fielmann den Umsatz um 11% sowie den Gewinn vor Steuern um 18% steigern können. Die Steigerung beim Umsatz sei vor allem auf die zunehmende Internationalisierung (Schweiz, Österreich, Niederlande) zurückzuführen.

Die aktuelle Diskussion über die Gesundheitsreform gehe aber auch an Fielmann nicht spurlos vorbei. "Wenn die Börse eins nicht leiden kann, dann sind es Unsicherheiten," erkläre Könen. "Ein Ende der Debatte - egal mit welchem Ausgang - sollte sich bei Fielmann positiv bemerkbar machen," so der Analyst weiter.

Mit einem 2003er-KGV von 14,8 sei der Titel bei den aktuellen Wachstumsraten nicht zu teuer. Weitsichtige Investoren sollten sich auf dem aktuellen Kursniveau Fielmann-Aktien ins Depot legen. Bis zum Ende des Jahres würden bei dieser konservativen Depotbeimischung Kurse um 40 Euro im Rahmen des Möglichen liegen.

Die Fielmann-Aktie wird von den Experten von "ExtraChancen" zum Kauf empfohlen.

 

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