Fielmann verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Fielmann Marktperformer

Bankhaus Lampe, 30.09.2003

Die Analysten vom Bankhaus Lampe haben das Rating für die Aktien von Fielmann (ISIN DE0005772206/ WKN 577220) in ihrer Studie "MDAX-Guide Herbst 2003" unverändert bei "Marktperformer" belassen.

Nachdem die Gesellschaft bereits im Rahmen der Hauptversammlung Anfang Juli Indikationen für die ersten fünf Monate gegeben habe, hätten die Ende August vorgelegten Daten für das erste Halbjahr 2003 (Umsatz: +9,9%; EBIT: +19,5%; Periodenüberschuss: +12,6%) nicht sonderlich überraschen können und umsatzseitig im Rahmen der Erwartungen gelegen, ergebnisseitig sogar darüber. Innerhalb des Berichtszeitraums habe Fielmann seinen Brillenabsatz um 12,9% auf nunmehr 2,8 Mio. Stück steigern können, während die Zahl der Geschäfte mittlerweile auf 511 angewachsen sei.

In der Schweiz sei Fielmann mit 25 Geschäften der zweitgrößte Augenoptiker und sollte hier bereits im laufenden Jahr die Marktführerschaft erlangen. Bei einem Halbjahresumsatz von 30,0 Mio. Euro erziele Fielmann in der Schweiz eine überdurchschnittliche EBIT-Marge von 15,4%. In Österreich sei die Gesellschaft mit 14 Geschäften der drittgrößter Optiker und wolle hier mittelfristig auch Marktführer werden. In den Niederlanden sowie in Polen befinde sich das Unternehmen noch in der Aufbauphase, so dass man hier den break-even erst ab 2005/06 erwarte.

Für das zweite Halbjahr rechne man mit erhöhten Zuwachsraten bei Absatz, Umsatz und Gewinn, die teilweise auch aus Vorzieheffekten im Zuge der angekündigten Gesundheitsreform resultieren sollten. Für 2004 gehe der Zentralverband der Augenoptiker als Folge der Strukturreform, die u.a. den Wegfall der Zuzahlung für Sehhilfen beinhalte, von einem Umsatzrückgang von mehr als 20% innerhalb der Branche aus.

Fielmann äußere sich zu möglichen Auswirkungen der Gesundheitsreform nur sehr zurückhaltend. Der deutlich gestiegene Umsatzanteil der Gesellschaft im Ausland (ca. 15%) sowie der überproportional steigende Ertrag in diesen Märkten sollten die negativen Auswirkungen der Gesundheitsreform abmildern, diese aber nicht vollends ausgleichen können. Darüber hinaus glaube man aber, dass Fielmann mittelfristig am stärksten von den sich ändernden Rahmenbedingungen profitieren sollte, da die Gesellschaft in Deutschland der unangefochtene Marktführer sei.

Die Verbraucher würden ihre Anschaffungen im Bereich der Sehhilfe nur bedingt aufschieben können und würden bei dann höheren Preisen sich dem Anbieter zuwenden, der das beste Preis-Leistungs-Verhältnis biete. Auf Basis der 2004er Prognosezahlen ergebe sich eine leichte Überbewertung gegenüber den Vergleichsunternehmen. Mit Blick auf 2005 erscheine die Aktie jedoch wieder günstig bewertet, zumal sie auch über eine respektable Dividendenrendite von aktuell über 4% verfüge.

Die Einschätzung der Analysten vom Bankhaus Lampe für die Fielmann-Aktie als Marktperformer behalten sie bei, da sie sehen, dass Fielmann in 2004 zwar zunächst eine Wachstumsdelle verkraften muss, der Wert langfristig jedoch von den Folgen der Gesundheitsreform profitieren sollte. Man glaube, dass die Diskussion über negative Auswirkungen der Gesundheitsreform jetzt im Kurs enthalten sein sollte und setze weiterhin ein Kursziel auf Jahressicht von 32 Euro.

 

© 1998 - 2014 aktiencheck.de AG