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Bankhaus Lampe, 20.11.2003

Die Analysten vom Bankhaus Lampe stufen die Aktie von Fielmann (ISIN DE0005772206/ WKN 577220) von "Marktperformer" auf "Outperformer" herauf.

Fielmann habe heute die Zahlen für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres publiziert. Innerhalb des Berichtszeitraums habe Fielmann seinen Brillenabsatz um 16,2% auf nunmehr 4,4 Mio. Stück steigern können, nachdem zum 30.6. der Anstieg noch bei 12,9% gelegen habe. Die Zahl der Geschäfte liege wie zur Jahresmitte bei 511.

Aufgrund der Gesundheitsreform und der damit verbundenen Kürzung der Kassenleistungen sei es wie erwartet bereits im dritten Quartal zu einer vorgezogenen Nachfrage gekommen. Der Effekt sei jedoch größer gewesen als von den Analysten erwartet worden sei, so dass die nun vorgelegten Zahlen insgesamt deutlich über den Schätzungen gelegen hätten. Die ersten Wochen des laufenden Quartals würden angabegemäß einen nochmals ansteigenden Absatz zeigen.

Für das Gesamtjahr habe das Management erstmals eine etwas genauere Prognose abgegeben und erwarte jetzt einen Außenumsatz von mehr als 900 Mio. Euro (Konzernumsatz: größer 730 Mio. Euro) sowie eine Steigerung des Vorsteuerergebnisses von mehr als 45%. Die genannten Vorzieheffekte im Zuge der angekündigten Gesundheitsreform sollten in 2004 zu einem Absatz- und Umsatzrückgang führen. In welcher Größenordnung dieser ausfallen werde, sei derzeit noch nicht abzuschätzen, zumal die gesetzlichen Krankenkassen zur Zeit über Modelle nachdenken würden, in denen Themen wie Brille, Zahnersatz etc. zusatzversichert werden könnten und somit den Effekt der Gesundheitsreform etwas abmildern könnten.

Die Investmentbänker hätten ihre Gewinnschätzung aufgrund der aktuellen Entwicklungen nochmals überarbeitet und würden für 2003 nun einen Umsatzanstieg um 14% prognostizieren. Für 2004 und 2005 habe man die Gewinnreihe ebenfalls leicht modifiziert. So gehe man in 2004 aufgrund einer geschätzten verbesserten Kostenstruktur trotz einer leicht gesenkten Umsatzerwartung, aber auch einem höheren Ergebnisanteil der Auslandsmärkte nun von einem Ergebnis je Aktie von 1,58 Euro (bislang: 1,47 Euro) aus. Für 2005 verändere sich die Gewinnreihe von 2,36 Euro auf 2,44 Euro.

Insgesamt glaube man, dass Fielmann mittelfristig weiterhin am stärksten von den sich ändernden Rahmenbedingungen profitieren sollte, da die Gesellschaft in Deutschland der unangefochtene Marktführer sei. Die Verbraucher würden ihre Anschaffungen im Bereich der Sehhilfe nach Meinung der Analysten nur bedingt aufschieben können und würden sich dann bei höheren Preisen dem Anbieter mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis zuwenden. Die Überlegungen der gesetzlichen Krankenkassen, Brillenleistungen zusatzversichern zu wollen, dürften den negativen Effekt der Gesundheitsreform abfedern.

Man sehe, dass der News-flow bis zur Vorlage der ersten Quartalszahlen in 2004 sehr positiv bleiben werde. Im Verlaufe des ersten Halbjahres 2004 könnte es nach Ansicht der Analysten jedoch aufgrund des dann zu kommunizierenden Geschäftsrückgangs teilweise zu einer höheren Volatilität kommen. Langfristig habe die Fielmann-Aktie jedoch Potenzial für weitere Kursteigerungen, da man auch sehe, dass Fielmann in 2004 zwar zunächst eine Wachstumsdelle verkraften müsse, der Wert langfristig jedoch von den Folgen der Gesundheitsreform profitieren sollte.

Vor diesem Hintergrund stufen die Analysten vom Bankhaus Lampe die Aktie von Fielmann auf "Outperformer" hoch und geben ein neues Kursziel von 40 Euro (32 Euro) an.

 

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