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Fielmann kaufen

Bankhaus Lampe, 24.02.2004

Roland Könen, Analyst des Bankhauses Lampe, bewertet die Fielmann-Aktie (ISIN DE0005772206/ WKN  577220) mit "kaufen".

Man sehe, dass man mit den Prognosen bislang deutlich zu konservativ gelegen habe. Man habe daher die Gewinnschätzung nochmals überarbeitet und prognostiziere für das abgelaufene Geschäftsjahr 2003 nun einen Umsatzanstieg um 15% (zuvor: 14%). Bei einer leicht besser geschätzten Kostenstruktur erhöhe man die Ergebnisprognose je Aktie von 2,84 Euro auf 3,10 Euro.

Für 2004 und 2005 habe man die Gewinnreihe ebenfalls modifiziert, da man glaube, dass man auf der einen Seite die Auswirkungen der Gesundheitsreform zu negativ und auf der anderen Seite den Ausgleich durch die Auslandsmärkte zu konservativ eingeschätzt habe. Man gehe daher für 2004 nur noch von einem Umsatzrückgang um 7,5% (zuvor: -12%) auf 699 Mio. Euro aus. Aufgrund einer besser als bislang geschätzten Kostenstruktur sollte das Vorsteuerergebnis leicht über der vom Unternehmen selbst kommunizierten Erwartung von 75 Mio. Euro liegen und letztendlich einem Ergebnis je Aktie von 2,30 Euro (bislang: 1,58 Euro) entsprechen.

Für 2005 erhöhe man die Gewinnreihe von 2,44 Euro auf 2,77 Euro. Darüber hinaus erhöhe man auch die Dividendenschätzung leicht von 1,35 Euro auf 1,40 Euro, was auf aktuellem Kursniveau einer Rendite von 3,4% entspreche. Insgesamt glaube man, dass Fielmann mittelfristig weiterhin am stärksten von den sich ändernden Rahmenbedingungen profitieren sollte, da die Gesellschaft in Deutschland der unangefochtene Marktführer sei. Die Verbraucher würden ihre Anschaffungen im Bereich der Sehhilfe unseres Erachtens nur bedingt aufschieben können und sich dann bei höheren Preisen dem Anbieter mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis zuwenden. Überlegungen der gesetzlichen Krankenkassen, Brillenleistungen zusatzversichern zu wollen, dürften den negativen Effekt der Gesundheitsreform zusätzlich zu den positiven Entwicklungen in den Auslandsmärkten abfedern.

Auf Basis der neuen Prognosezahlen würden die Bewertungsmodelle nun sowohl mit Blick auf die 2004er- als auch 2005er-Daten eine leichte Unterbewertung zeigen. Nachdem die Aktie zuletzt das Kursziel von 40 Euro überschritten habe und man den Wert im Rahmen einer Neudefinition der Aktieneinschätzungen zwischenzeitlich auf "halten" heruntergestuft habe, zeige die Berechnung des Fair Values nun eine Bandbreite zwischen 46 Euro und 51 Euro. Man gehe davon aus, dass die Geschäftszahlen 2003 erwartungsgemäß positiv ausfallen sollten, sehe jedoch, dass dies zu einem Großteil auch schon im aktuellen Kurs nach dem Anstieg der letzten Wochen verarbeitet sein sollte.

Sollte der News-flow (speziell zu den Auswirkungen der Gesundheitsreform in 2004) der kommenden Monate darüber hinaus nicht allzu negativ sein, dürfte die Aktie noch über ein gewisses Kurspotenzial verfügen. Insgesamt sollte der Wert langfristig von den Folgen der Gesundheitsreform profitieren. Die Dividendenrendite von aktuell rund 3,4% sollte das Rückschlagspotenzial dabei reduzieren. Man setze das neue Kursziel von 48 Euro in der Mitte der Bewertungsbandbreite.

Ihre Einschätzung für die Fielmann-Aktie mit "halten" erhöhen die Analysten des Bankhauses Lampe daher wieder auf "kaufen".

 

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