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Fielmann halten

Bankhaus Lampe, 23.08.2004

Die Analysten des Bankhauses Lampe bewerten die Fielmann-Aktie (ISIN DE0005772206/ WKN 577220) mit "halten".

Fielmann habe in der letzten Woche die Zahlen für die ersten beiden Quartale im laufenden Geschäftsjahr bekannt gegeben, die auf der Umsatzseite leicht unter, auf der Ergebnisseite jedoch leicht über den Schätzungen der Analysten sowie den Konsenserwartungen gelegen hätten. Insgesamt habe sich der Außenumsatz (inklusive MwSt. und Franchise) von 443 Mio. Euro auf 387 Mio. Euro reduziert, was maßgeblich auf die Auswirkungen der Gesundheitsreform (Wegfall der Zuzahlungen; Vorzieheffekte in 2003) zurückzuführen sei. Der Brillenabsatz habe im Vergleichszeitraum bei mehr als 2,4 Mio. Brillen (Vorjahr: 2,8 Mio.) gelegen.

Bei einem branchenweiten zweistelligen Rückgang habe der Konzern in Deutschland trotz der eigenen rückläufigen Entwicklung so seinen Absatzmarktanteil auf 52% (50%) ausbauen können. Mittelfristig solle der Anteil auf rund 60% erhöht werden. Der Blick in die Regionen zeige neben den erwarteten Minuszeichen in Deutschland eine weiterhin positive Entwicklung auf den Auslandsmärkten. So hätten in den größten Märkten Schweiz und Österreich der Umsatz um 8% bzw. 13% und die EBT-Margen auf 17,2% (15,4%) bzw. 12,7% (2,9%) gesteigert werden können. Die noch stärker im Aufbau befindlichen Regionen Niederlande und Osteuropa (Polen) hätten sich auf niedrigem Niveau relativ stabil entwickelt.

Für das zweite Halbjahr rechne das Management mit einer deutlichen Belebung gegenüber den ersten sechs Monaten, was durch die aktuelle Entwicklung bestätigt werde. Für die Ergebnisseite habe die Gesellschaft den bisherigen Ausblick (EBT 2004e: 70 bis 75 Mio. Euro, das durchschnittliche Nettoergebnis aus 2003 und 2004 solle das Ergebnis aus 2002 mindestens erreichen) bestätigt, so dass man keinen Anlass sehe, die bisherige Planungsrechnung zu überarbeiten, auch wenn man in der Vorsteuerschätzung mit 77 Mio. Euro leicht über der Unternehmensprognose liege.

Man glaube weiterhin, dass Fielmann mittelfristig am stärksten von den sich ändernden Rahmenbedingungen im Zuge der Gesundheitsreform profitieren sollte, was bereits die aktuell publizierten Daten darlegen würden. Die Zahlen würden darüber hinaus zeigen, dass sich insbesondere die Auslandsmärkte mit deutlich höheren Margen positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken und die aktuellen Rückgänge in Deutschland im Rahmen der Gesundheitsreform im laufenden Jahr zumindest teilweise ausgleichen würden.

Das Bewertungsmodell zeige einen Fair Value auf Basis der 2004er und 2005er Schätzungen in Bezug auf den KGV-Vergleich in einer Bandbreite zwischen ca. 44 Euro und 50 Euro sowie in Bezug auf den EV/EBIT-Vergleich zwischen rund 56 Euro und 63 Euro. Die aktuelle Dividendenrendite (3,5%) sollte durch die unternehmensseitig bestätigte mindestens konstante Ausschüttung ein mögliches Rückschlagspotenzial verringern.

Insgesamt reduzieren die Analysten des Bankhauses Lampe ihr Kursziel für den Wert auf Jahressicht leicht von 52,00 Euro auf 50,00 Euro, bestätigen jedoch ihre Einschätzung für die Fielmann-Aktie mit "halten".

 

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