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Fielmann Upgrade

Bankhaus Lampe, 29.04.2005

Die Analysten vom Bankhaus Lampe stufen die Aktie von Fielmann (ISIN DE0005772206/ WKN 577220) von "verkaufen" auf "halten" herauf.

Fielmann habe gestern die endgültigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2004 bekannt gegeben, die keine sonderlichen Überraschungen mehr beinhaltet hätten, nachdem der Konzern bereits Ende Februar vorläufige Daten genannt habe. Insgesamt würden die Kennziffern erwartungsgemäß die deutlichen Auswirkungen der Gesundheitsreform zum 1.1.2004 zeigen, würden jedoch auch erkennen lassen, dass Fielmann seine Marktanteile in 2004 weiter habe ausbauen können.

Insgesamt hätten sich die Umsätze in 2004 um 21% auf 642 Mio. Euro reduziert. Das Ergebnis vor Steuern habe sich auf 72 Mio. Euro vermindert, nach 112 Mio. Euro in 2003. Gleichzeitig sei der Nettoüberschuss auf nur noch 44 Mio. Euro nach 70 Mio. Euro im Vorjahr gesunken. Wie bereits berichtet, werde der Konzern eine unveränderte Dividende in Höhe von 1,60 EUR je Aktie an die Anteilseigner ausschütten.

Neben den endgültigen Geschäftszahlen für 2004 habe Fielmann bereits vorläufige Eckdaten für die Zahlen zum ersten Quartal 2005 (endgültige Zahlen: 30.5.2005, die dann auch erstmals nach IFRS berichtet würden) bekannt gegeben. Demnach habe das Unternehmen einen Konzernumsatz von 169 Mio. Euro (Vorjahr: 195 Mio. Euro) erwirtschaftet, wobei der Vergleichszeitraum 2004 in Absatz und Umsatz noch vom erheblichen Auftragsüberhang aus dem Boomjahr 2003 beeinflusst gewesen sei. In das Quartalsergebnis 2005 sei neben diesem positiven Effekt aber auch der zusätzliche Werbeaufwand für die Einführung der Nulltarifversicherung in Höhe von mehr als 20 Mio. Euro eingeflossen, der in den folgenden Quartalen jedoch um über 50% zurückgenommen werden solle. Der Gewinn vor Steuern (EBT) solle angabegemäß dennoch rund 10 Mio. Euro betragen haben, nachdem im Vorjahresquartal noch 26,4 Mio. Euro erwirtschaftet worden sei.

Einen expliziten Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2005 habe das Management auch nach der Vorlage der endgültigen Geschäftszahlen 2004 nicht gegeben. Die Analysten würden davon ausgehen, dass der Konzern dies auf der Hauptversammlung am 7. Juli 2005, spätestens jedoch zu den Halbjahreszahlen im August 2005 nachholen werde. Bislang erwarte das Unternehmen eine deutliche Belebung der Nachfrage, die sich nach Ansicht der Analysten bereits in den aktuellen Neuaufträgen ablesen lasse. Weiterhin gehe das Management davon aus, die Marktanteile in Europa auszuweiten und in Absatz, Umsatz und Ertrag, insbesondere in Österreich und in der Schweiz, weitere Steigerungen generieren zu können.

Die Wertpapierspezialisten würden unverändert glauben, dass Fielmann mittelfristig am stärksten von den sich ändernden Rahmenbedingungen im Zuge der Gesundheitsreform profitieren werde, was ihres Erachtens auch die aktuell publizierten Daten darlegen würden. Die Konzernentwicklung werde dabei von den Auslandsmärkten profitieren, die über entsprechende Wachstumsraten sowie höhere Margen verfügen würden.

Auf Grund des hohen Nettoguthabens in Höhe von rund 100 Mio. Euro (5 Euro je Aktie) bestehe unverändert berechtigte Hoffnung auf eine Sonderdividende, da der Konzern diese Liquidität nach Auffassung der Wertpapierspezialisten nicht für das operative Geschäft benötige. Die Investitionen für den regulären Geschäftsbetrieb sowie für die weitere Expansion finanziere Fielmann derzeit aus seinem hohen Cash-flow. Die Analysten könnten sich daher weiterhin vorstellen, dass die Gesellschaft in 2006 oder 2007 eine Sonderausschüttung von 3 bis 4 Euro je Aktie vornehmen werde.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe stufen die Fielmann-Aktie auf "halten" hoch und erhöhen ihr Kursziel von 54 auf 55 Euro.

 

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