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Fielmann halten

Bankhaus Lampe, 30.08.2005

Roland Könen, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie der Fielmann AG (ISIN DE0005772206/ WKN 577220) weiterhin mit "halten" ein.

Fielmann habe Ende der vergangenen Woche die Zahlen für das zweite Quartal 2005 bekannt gegeben und diese sowie die Aussichten für die kommenden Perioden im Rahmen einer Analystenkonferenz näher erläutert. Darüber hinaus habe der Konzern im ersten Halbjahr 2005 mehr als 2,8 Mio. Brillen (2004: 2,4 Mio.) absetzen können. Die im Rahmen der Nulltarif-Versicherung akquirierte Kundenanzahl sei mit über 900.000 angegeben worden.

Ein wesentlicher Wachstumstreiber auf Konzernebene sei unverändert das Auslandsgeschäft in der Schweiz und in Österreich gewesen. Hier habe Fielmann ein Umsatzplus von 5% und eine Ergebnissteigerung um 16% erreicht, obwohl es auch in Österreich eine kleine Gesundheitsreform gegeben habe und hier zusätzlich Mehraufwendungen für Werbung und Vorlaufkosten für neue Niederlassungen angefallen seien.

Bei einem aktuellen Marktanteil von rund 54% in Bezug auf den Brillenabsatz sei Fielmann eindeutiger Marktführer in Deutschland. In 2004 habe die Gesellschaft mit 463 Filialen einen Inlandsumsatz von 626 Mio. Euro erwirtschaft, was einem durchschnittlichen Umsatz pro Niederlassung von fast 1,4 Mio. Euro pro Jahr entspreche. Der größte Konkurrent Apollo-Optik habe nach Angaben Fielmanns mit 369 Filialen einen Jahresumsatz von 257 Mio. Euro erzielt, was ein Durchschnittsumsatz von 0,7 Mio. Euro pro Niederlassung bedeute. Bereits der zweitgrößte Wettbewerber Krane aus dem AVA-Konzern besitze lediglich 90 Filialen mit einem Umsatz von 58 Mio. Euro (0,6 Mio. Euro im Durchschnitt).

Auch andere von Fielmann veröffentlichte Daten würden die Führerschaft des Konzerns zeigen. Während der traditionelle Optiker unter 2 Brillen und die Konkurrenzketten ca. 9 Brillen pro Tag verkaufen würden, würden die Fielmann-Filialen im Durchschnitt 35 Brillen pro Tag absetzen. In den Fielmann Supercentern seien es sogar über 70 und im Megastore in Zürich über 150 Brillen. Dies entspreche bei den traditionellen Optikern einem durchschnittlichen Jahresumsatz von 0,3 Mio. Euro, bei den Fielmann-Niederlassungen von 1,4 Mio. Euro, in den Supercentern von über 5,2 Mio. Euro und im Megastore von Fielmann von über 16 Mio. Euro.

Für das Gesamtjahr plane die Gesellschaft unverändert ein zweistelliges Plus im Brillenabsatz sowie im Umsatz. Für die Gewinnseite erwarte Fielmann jetzt eine deutliche Gewinnsteigerung. Dass das Management auch nach den Halbjahreszahlen noch keine konkretere Guidance für das Gesamtjahr 2005 abgebe, sei für die Analysten vom Bankhaus Lampe darauf zurückzuführen, dass für das vierte Quartal Überlegungen anstünden, die Werbeausgaben möglicherweise wieder zu erhöhen, so dass eine explizite Ergebnisschätzung noch nicht vorgenommen könne. Die möglichen Ausgaben für die verstärkte Werbung sollten angabegemäß jedoch nicht auf dem Niveau des ersten Quartals liegen, als die Brillen-Versicherung deutschlandweit sukzessive eingeführt worden sei. Für Juli und August spreche das Management bereits jetzt von "sehr gut" verlaufenden Monaten.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe empfehlen die Aktie von Fielmann weiterhin zu halten und bestätigen ihr Kursziel von 62,00 Euro.

 

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