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Fielmann Langfristanlage

BörseGo, 05.10.2005

Wie die Experten von "BörseGo" in ihrem aktuellen "Tec-Report" berichten, bleibt die Aktie von Fielmann (ISIN DE0005772206/ WKN 577220) trotz der nicht mehr ganz günstigen Bewertung eine aussichtsreiche Langfristanlage.

1972 habe der Augenoptikermeister Günther Fielmann in Cuxhaven sein erstes Fachgeschäft eröffnet. Seitdem sei das Unternehmen kontinuierlich gewachsen. Heute verkaufe Fielmann jede dritte Brille in Deutschland. Mit fünf Prozent aller Optikgeschäfte erziele der Marktführer in Deutschland einen Umsatz-Marktanteil von 23 Prozent. Und auch den Sprung über die Grenzen habe das Unternehmen mit Bravour gemeistert. Mit über 460 Niederlassungen in der Schweiz, Österreich, den Niederlanden und Polen sei man inzwischen Europas größter Augenoptiker.

Auch die Gesundheitsreform, die das Ergebnis des vergangenen Jahres belastet habe, habe Fielmann bestens verdaut. Positiv habe sich dabei im laufenden Jahr vor allem die Brillenversicherung ausgewirkt, die man mit einer großen Werbeaktion angeschoben habe. Dass sich dies ausgezahlt habe, würden die Zahlen des zweiten Quartals zeigen. Der Absatz habe sich um 17 Prozent auf 2,8 Millionen erhöht. Der Umsatz sei um fünf Prozent auf 359 Millionen Euro gestiegen. Der Nettogewinn sei zwar um 18 Prozent auf 22,6 Millionen Euro gesunken. Dies sei aber auf die 20 Millionen Euro teure Werbeaktion für die Brillenversicherung zu Jahresbeginn zurückzuführen gewesen.

Das Wachstum der Vergangenheit solle sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Noch im laufenden Jahr sollten zu den rund 460 Filialen weitere 15 hinzukommen. Langfristig peile Firmengründer Günther Fielmann in Europa einen Jahresumsatz von zwei Milliarden Euro an. Im vergangenen Jahr seien es gerade einmal 642 Millionen Euro gewesen. Das Ziel erscheine keineswegs utopisch.

Die Chancen stünden gut, dass Fielmann die Expansion auch in den kommenden Jahren fortsetzen könne. Übernahmen stünden dabei nicht auf der Agenda, Fielmann wolle durch den Ausbau des Filialnetzes wachsen und sehe dabei vor allem in Süddeutschland noch Potenzial. In den nächsten drei bis fünf Jahren plane man die Eröffnung von 80 bis 100 neuen Niederlassungen.

Nach einem durch die Gesundheitsreform bedingten Gewinneinbruch im vergangenen Jahr würden die Ergebnisse wieder im zweistelligen Prozentbereich zulegen. Angesichts dieser positiven Aussichten und der guten Marktposition verfüge die nicht mehr ganz günstige Fielmann-Aktie auch mit einem KGV von 20 noch über Spielraum nach oben.

Für Langfristanleger ist die Aktie von Fielmann zudem auch wegen der Dividendenrendite von knapp drei Prozent interessant, berichten die Experten von "BörseGo".

 

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