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Fielmann verkaufen

Bankhaus Lampe, 04.01.2007

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Roland Könen, Analyst vom Bankhaus Lampe, nimmt für die Fielmann-Aktie (ISIN DE0005772206 / WKN 577220) ein Downgrade von "halten" auf "verkaufen" vor.

Seit dem letzten Update der Analysten Ende November (23.11.2006) im Nachgang zu den Neun-Monats-Zahlen 2006 habe sich der Aktienkurs der Gesellschaft um weitere 15% nach oben entwickelt. Angesichts einer unveränderten Nachrichtenlage hätten sich ihre Bewertungsmodelle im aktuellen Kapitalmarktumfeld nur unwesentlich verändert. So zeige der Peer Group-Vergleich der Analysten weiterhin einen fairen Wert je Aktie von rund 36 Euro. Zu beachten sei, dass die Aktie auf Basis der 2007er- bzw. 2008er-Zahlen gegenüber den Vergleichsunternehmen in allen betrachteten Multiplikatoren und Kennziffern (EV/Sales, EV/EBIT, KGV, KBV und KCFV) überbewertet erscheine.

Das von den Analysten aufgrund des Cash-flow-starken Geschäftsmodells für die Bewertung der Aktie primär herangezogene DCF-Modell zeige ihnen aktuell einen fairen Wert von 42,60 Euro. Als Prämissen habe man ein WACC (nach Steuern) von 6,9% mit einem Beta von 0,8 und einer Marktprämie von 5,7% sowie einem Wachstum in der Terminal Value-Phase von 2,0% festgelegt. Die von den Analysten angenommene Wachstumsrate für den Terminal Value liege dabei bereits über der von uns üblicherweise verwendeten konservativen Rate von 0,0% - 1,0%, was man vor dem Hintergrund der oben erwähnten Cash-flow-starken Geschäftsmodells für adäquat halte.

Im Rahmen der Neun-Monats-Zahlen habe die Gesellschaft ihren Ausblick für das abgelaufene Geschäftsjahr 2006 mit einem Vorsteuergewinn von über 100 Mio. Euro konkretisiert. Die eigene Schätzung der Analysten liege aktuell bei einem EBT von 106 Mio. Euro (+22%) und damit im Rahmen der Konsensschätzungen. Da der Konzern auch in 2006 rund 30 neue Filialen eröffnet habe und auch im laufenden Jahr weiter expandieren wolle, würden die Analysten auch für 2007 und darüber hinaus von einem ausgeweiteten Geschäftsvolumen sowie einem überproportional steigenden Gewinn ausgehen.

Die zuletzt vorgelegten Daten würden weiterhin eine grundsolide Entwicklung des Konzerns zeigen. Die Umsatzzuwächse würden zum einen verdeutlichen, dass sich die Expansion im Ausland (zum 30.9.2006: +12% ggü. 8% im Inland) unverändert positiv bemerkbar mache und zum anderen, dass die Potenziale im Inland bei weitem noch nicht ausgeschöpft seien.

Die Analysten würden darüber hinaus unverändert erkennen, dass die Gesellschaft über eine exzellente Aufstellung und positive Perspektiven sowie konservative Bilanzkennzahlen (EK-Quote: knapp 70%, Nettofinanzguthaben: rund 85 Mio. Euro) verfüge. Angesichts der guten Kapitalausstattung dürfe der Aktionär auch zukünftig mit stetig steigenden Dividenden rechnen, wobei zu beachten sei, dass nach den Kurssteigerungen der vergangenen Wochen die Rendite auf unter 3% gesunken sei.

Auf dem deutlich erhöhten Kursniveau raten die Analysten den Anlegern, Gewinne mitzunehmen und sich erst wieder bei ermäßigten Kursen zu engagieren. Zu beachten sei jedoch, dass diese Verkaufsempfehlung nicht im Widerspruch zu ihrer grundsätzlich positiven Einschätzungen des Geschäftsmodells und des mittel- bis langfristigen Erfolgs der Gesellschaft stehe.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe stufen die Fielmann-Aktie von "halten" auf "verkaufen" herab. Das Kursziel per 12 Monate werde unverändert bei 42 Euro gesehen.   (04.01.2007/ac/a/nw)

 

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