Fielmann verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Fielmann kaufen

Bankhaus Lampe, 19.01.2009

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Christoph Schlienkamp, Analyst vom Bankhaus Lampe, bewertet die Aktie von Fielmann (ISIN DE0005772206/ WKN 577220) nach wie vor mit dem Rating "kaufen".

Nach Angaben von ZVA/Spectris würden Fielmann-Niederlassungen im Mittel 35 Brillen am Tag verkaufen, der traditionelle Durchschnittsoptiker hingegen weniger als 2. 2007 habe Fielmann im Brillenmarkt mit 5% aller deutschen Optikgeschäfte einen Gesamtumsatz-Marktanteil von 21% und einen Stückzahl-Marktanteil von 48% erwirtschaftet. Ende September habe Fielmann 612 Niederlassungen betrieben. Deutschland biete dabei nach wie vor großes Potenzial, ebenfalls die Schweiz und Österreich, aber auch das angrenzende Ausland. Das Ziel sei es, deutschlandweit je 100.000 Einwohner eine Niederlassung zu betreiben. Fielmann wolle in den deutschsprachigen Nationen zumindest 50% Absatzmarktanteil in allen regionalen Märkten erreichen.

Dazu benötige der Konzern in der Bundesrepublik nach der Auffassung der Analysten noch gut 160 zusätzliche Niederlassungen. Der regionale Schwerpunkt der Expansion dürfte dabei vor allem in Süddeutschland liegen. Im Norden werde Fielmann weitere Absatz- und Umsatzpotenziale vornehmlich durch den Umzug in größere Einheiten und bessere Lagen erschließen. Insgesamt lasse sich also festhalten, dass Fielmann trotz des erreichten Filialisierungsgrades auch in den kommenden Jahren weiter wachsen werde.

Da die Gesellschaft nach Erachten der Analysten unumstrittener Preisführer sei, sollten die Aktivitäten in wirtschaftlichen Schwächephasen weniger stark leiden als bei den traditionellen Optikgeschäften. Dies werde auch durch die letzten Zahlen untermauert. Während Fielmann beim Stückzahlabsatz auf dem Vorjahresniveau gelegen habe, sei die Branche hinter dem 2007er Absatz zurückgeblieben. Zudem sei zu beachten, dass die Gruppe unverändert die Möglichkeit habe, den Durchschnittspreis für eine Brille in den nächsten Jahren von rund 130 EUR um 10 EUR zu erhöhen.

Ein Wachstumstreiber für den Konzern liege zudem bei den Gleitsichtbrillen. Der Anteil der Gleitsichtbrille am Konzernumsatz liege bei rund 18%, wohingegen dieser Wert beim traditionellen Optiker bei einem Drittel liege. Insofern würden die Analysten mittelfristig für Fielmann einen Anteil am Konzernumsatz von 25% für erreichbar halten. Als Faustformel lasse sich festhalten, dass eine Erhöhung des Anteils der Gleitsichtbrille um einen Prozentpunkt zu einer Umsatzsteigerung zwischen 4% und 5% führe.

Wachstumschancen, die aber auch nicht überbewertet werden dürften, gebe es im Hörgerätemarkt. Pro Jahr würden in Deutschland etwa 800.000 Geräte angepasst. Etwa 100.000 Einheiten würden in universitäre Bereiche gehen, sodass ein Marktpotenzial von 700.000 Geräten p.a. existiere. Wie in der Augenoptik sei der Akustikmarkt stark fragmentiert und habe heute Strukturen wie die Augenoptikbranche vor 30 Jahren. Aufgrund der Besonderheiten im Ladenbau und der Standorte wolle Fielmann jedoch zunächst in höchstens 80 Filialen das Hörgerätegeschäft betreiben.

Ein Engpassfaktor sei unverändert die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften. Um die Wachstumspläne umzusetzen, benötige die Gruppe weitere 4.000 qualifizierte Mitarbeiter. Die Anzahl der aktuell nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehenden Augenoptikermeister habe die Gesellschaft selber zuletzt auf 800 beziffert, sodass die Engpasssituation verdeutlicht werde.

Die Aktie biete dem Langfristinvestor eine intakte Wachstumsstory mit gutem fundamentalem Background. Das Kursziel der Analysten stütze sich vor allem auf ihr DCF-Modell und betrage 52,00 EUR (zuvor 49,00 EUR).

Die Analysten vom Bankhaus Lampe raten die Fielmann-Aktie weiterhin zu kaufen. (Analyse vom 19.01.2009) (19.01.2009/ac/a/d)

 

© 1998 - 2014 aktiencheck.de AG