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Fielmann kaufen

Bankhaus Lampe, 21.09.2009

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Christoph Schlienkamp, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von Fielmann (ISIN DE0005772206/ WKN 577220) weiterhin mit "kaufen" ein.

Fielmann habe über einen guten Start ins laufende Quartal berichtet. Sowohl im Juli als auch im August und im bisherigen Verlauf des Septembers sei der Geschäftsverlauf gut gewesen. Damit dürfte Fielmann trotz eines im Vorjahresvergleich guten Q3/2008 (Umsatz: +8,0%) an Dynamik gewinnen. Die Gruppe habe in der ersten Jahreshälfte weitere Marktanteile gewonnen, da sie selbst um 3% gewachsen sei, die Branche aber habe 3% verloren. Die Analysten würden davon ausgehen, dass Fielmann auch aktuell weitere Marktanteile gewinne.

Fielmann sei im ersten Halbjahr 2009 beim EBT um 10% hinter dem Vorjahr zurückgeblieben. Die Gründe hätten hier in der Expansion der Marketingaufwendungen um per saldo 7 Mio. EUR und gestiegenen Personalkosten vor allem in Österreich (7,5 Mio. EUR auf 9,1 Mio. EUR) im Vorfeld der Eröffnung von zwei Supercentern gelegen. Angabegemäß habe Fielmann seine Marketingaufwendungen in den zurückliegenden Wochen deutlich zurückgefahren. CFO Georg Alexander Zeiss habe jedoch betont, dass die Marketingkosten kurzfristig nicht vorhersehbar seien, da die Gruppe hier kurzfristig auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren müsse. Mittelfristig dürfte sich das historische Niveau einpendeln (Marketingkostenquote 5% bis 6%; 2009e: 6% bis 7%).

Der deutsche Markt biete neben der Schweiz und Österreich sowie Polen trotz 540 Filialen nach wie vor großes Potenzial. Das Ziel sei, deutschlandweit je 100.000 Einwohner eine Niederlassung zu betreiben. Dazu benötige Fielmann in der Bundesrepublik noch 150 zusätzliche Niederlassungen, vornehmlich in Süddeutschland. In der Nordhälfte werde Fielmann weitere Absatz- und Umsatzpotenziale vornehmlich durch Umzug in größere Einheiten und bessere Lagen erschließen.

Ein Wachstumstreiber für den Konzern liege neben den Kontaktlinsen bei Gleitsichtbrillen. Zeiss habe den Anteil der Gleitsichtbrille am Konzernumsatz auf rund 18% beziffert, wohingegen dieser Wert beim traditionellen Optiker bei einem Drittel liege. Insofern würden die Analysten für die Gruppe unverändert einen Anteil am Konzernumsatz von 25% für erreichbar halten. Als Faustformel lasse sich festhalten, dass eine Erhöhung des Anteils mit Gleitsichtbrillen um einen Prozentpunkt zu einer Umsatzsteigerung zwischen 4% und 5% führe.

Eine Kapitalerhöhung stehe trotz der Wachstumsoptionen unverändert nicht auf der Agenda. Die Liquidität betrage aktuell 180 Mio. EUR und die EK-Quote 59%. Die Ausschüttungsquote sollte in den nächsten Jahren bei 75% bleiben, da die weiteren Neueröffnungen durch den Cash-flow finanziert werden könnten.

Ein Engpassfaktor sei unverändert die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften. Um die Wachstumspläne umzusetzen und die Anzahl der Filialen um ein Drittel zu erhöhen, benötige die Gruppe weitere 4.000 qualifizierte Mitarbeiter. Die Anzahl der aktuell nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehenden Augenoptikermeister habe das Management auf 900 beziffert, so dass die Engpasssituation deutlich werde.

Die Aktie habe sich in den zurückliegenden Monaten stabil entwickelt und biete dem Langfristinvestor eine intakte Wachstumsstory mit gutem fundamentalem Background. Das Kursziel der Analysten auf Jahressicht von 52 EUR (Peer Group, DCF-Modell) habe unverändert Bestand.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe bewerten die Fielmann-Aktie unverändert mit "kaufen". (Analyse vom 21.09.2009) (21.09.2009/ac/a/d)

 

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