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Fielmann Nettomarge bleibt zweistellig

SEB, 29.11.2010

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Oana Floares, Analystin der SEB, stuft die Aktie von Fielmann (ISIN DE0005772206/ WKN 577220) mit "reduce" ein.

Bei Fielmann hätten die Q3-Zahlen im Rahmen der Analystenerwartungen gelegen. Die Erlöse hätten um 5,1% gg. VJ auf 259 Mio. EUR mit unverändert hoher Dynamik gg. Vorquartalen zugenommen. Die EBIT-Marge habe ebenfalls auf 19,3% (VJ: 18,5%) zugelegt. Dank der gesunkenen Steuerquote hätten die Nettorträge überproportional zulegen können (35 Mio. EUR nach 31 Mio. EUR im VJ).

Die Filialeröffnungen kämen nach Erachten der Analysten jedoch nicht mit der geplanten Dynamik voran. Dabei habe die Eigenkapitalquote knapp 73% betragen; die Gesellschaft sei Nettogläubiger von 78 Mio. EUR. Der Ausblick sei weiterhin unverändert geblieben bzw. sei nicht näher beziffert worden. Man habe lediglich vom "Ausbau der Marktposition" gesprochen.

Der Wachstumskurs werde fortgesetzt: Es seien weitere Niederlassungen vor allem in Süddeutschland geplant. Ein langfristiges Potenzial mit dem Verkauf von Gleitsichtgläsern, sehstärkenangepassten Sonnenbrillen, Kontaktlinsen und Hörgeräten sei vorhanden. Der stark fragmentierte deutsche Optikermarkt biete Konsolidierungspotenzial und damit Wachstumschancen, zumal die eigene Finanzlage sehr komfortabel erscheine. Auch bestehe die Möglichkeit des Wachstums im europäischen Ausland. Die Dividendenrendite dürfte auch in 2011 nach oben angepasst werden.

Der Trend zu Laseroperationen an Augen nehme langfristig weiter zu. Die stärker werdende Konkurrenz, so z.B. Brillen, die in Niedriglohnländern hergestellt und im Einzelhandel oder in Drogerieketten angeboten würden, entwickle sich zunehmend zu einem Hemmschuh. Die Bewertung des Titels (EV/Umsatz 2011 und 2012: 2,6 bzw. 2,5; KGV: 21 bzw. 20) erscheine den Analysten - trotz der soliden Bilanz und hohen Margen - weiterhin ausgereizt.

Die Aktie von Fielmann löste in den vergangenen Wochen den seit Mai bestehenden steilen Aufwärtstrend auf, so Savas Demirtas, technischer Analyst der SEB. Dass dieser in diesem Steigungswinkel nicht lange aufrechterhalten werden könne, sei abzusehen gewesen. Jedoch sei es der Aktie gelungen, nach dem Erreichen eines neuen Allzeithochs Ende Oktober bei 74,00 EUR sich um das Ausbruchsniveau bei 65,07 EUR zu stabilisieren.

Die mittelfristigen Overbought/Oversold-Indikatoren würden die Herausnahme der Abwärtsbewegungsdynamik signalisieren, womit der Abwärtsdruck nachlassen dürfte. Das hohe positive langfristige Trendumfeld, das kaum abgebaut worden sei, trage auch einiges hierzu bei. Nach dem Beenden der Verschnaufpause sei daher ein erneuter Anlauf bis zum bisherigen Allzeithoch durchaus zu erwarten.

Da keine weiteren Widerstände mehr vorlägen, erscheine den Analysten sogar ein Anstieg bis 80 EUR in den nächsten Monaten möglich. Jedoch gelte es, neue und bestehende Positionen mit einem Alarm an der gewichteten 52-Wochen-Linie, die aktuell bei 63,89 EUR notiere, abzusichern. Falle die Aktie nachhaltig unter dieses Niveau, wäre das positive Szenario hinfällig.

Man passe das Kursziel von zuvor 62 EUR auf 64 EUR an, sehe jedoch weiterhin aufgrund der hohen Bewertung das weitere Aktienpotenzial recht begrenzt.

Die Analysten der SEB bewerten die Fielmann-Aktie mit dem Rating "reduce". (Analyse vom 29.11.2010) (29.11.2010/ac/a/d)

 

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