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Fielmann mit Chance zur Verdoppelung

boerse.de-Aktienbrief, 13.01.2012

Rosenheim (aktiencheck.de AG) - Den Experten von "boerse.de-Aktienbrief" zufolge eröffnet sich jetzt abermals eine vielversprechende Gelegenheit, in die Fielmann-Aktie (ISIN DE0005772206/ WKN 577220) einzusteigen.

Dank intensiver Werbung wisse heute praktisch jeder Deutsche, dass der Name Fielmann für kostengünstige Sehhilfen stehe. Dahinter stecke aber auch ein exzellentes Langfristinvestment, das in den kommenden fünf Jahren die Chance zur Verdoppelung eröffne.

Vor 40 Jahren habe eine geniale Idee hierzulande die Optikerbranche revolutioniert. Im Herbst 1972 habe Günther Fielmann in Cuxhaven sein erstes eigenes Geschäft eröffnet und sich schnell auf so genannte Kassenbrillen konzentriert. Bis dato hätten diese mangels Attraktivität und Auswahlmöglichkeiten ein Ladenhüter-Dasein fristet. So habe es lediglich sechs verschiedene Kunststofffassungen für Erwachsene sowie zwei Kindermodelle gegeben. Dank Fielmann seien immer mehr trendige Gestelle, die auf Rezept erhältlich gewesen seien, in die Läden gekommen, und zudem habe der Optikermeister versucht, mit einer Billig-Strategie Kunden von der Konkurrenz abzuwerben. Mit durchschlagendem Erfolg:

Heute würden mehr als 650 Filialen betrieben, was das Unternehmen zur unangefochtenen Nummer eins in Europa mache. Dabei würden je Niederlassung pro Tag im Schnitt 35 Sehhilfen über die Verkaufstheken wandern, während es bei traditionellen Optikerbetrieben lediglich zwei seien. Allein in Deutschland würden mittlerweile schon rund 23 Millionen Menschen eine Fielmann-Brille tragen, sodass der Marktanteil des Unternehmens aus dem MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) stolze 50% betrage.

Nach dem Ende der Brillenbezuschussung durch die gesetzlichen Krankenkassen sei dem Konzern mit seiner Nulltarif-Versicherung ein weiterer cleverer Schachzug gelungen. Gegen eine Jahresprämie von zehn Euro könnten Kunden alle zwei Jahre aus 90 Modellen in mehr als 600 Varianten kostenlos ihre neue Brille auswählen. Viele würden dabei dann gleich zu etwas hochwertigeren Gestellen greifen, was bei Fielmann die Kassen zusätzlich klingeln lasse.

Mittlerweile versuche die Optikerkette ihre Erfolgsstrategie auch auf das Geschäft mit Hörgeräten zu übertragen. So würden heute bereits 10% der Filialen über eine Akustikabteilung verfügen, und üblicherweise würden hier deutlich höhere Margen als beim Verkauf von Sehhilfen winken. Kein Wunder, dass sich Fielmann daher wesentlich robuster als die Konkurrenz präsentiere. Konkret: Während die Umsätze der Branche in den ersten neun Monaten 2011 um 1% zurückgegangen seien, habe Fielmann die Einnahmen um 6% auf 796 Millionen Euro gesteigert. Unter dem Strich seien dabei 100 Millionen Euro Gewinn erzielt worden (+9%).

Die Performance-Kennzahlen würden Fielmann zum ausgezeichneten Langfristinvestment küren, wovon neben dem Firmengründer übrigens auch viele seiner Mitarbeiter profitieren würden. Denn rund 80% der Beschäftigten würden Unternehmensanteile halten. In den vergangenen zehn Jahren habe die Aktie mit hoher Gewinn-Konstanz (91%) im Schnitt 15% p.a. aufgesattelt, wozu aktuell 3,3% Dividendenrendite addiert werden könnten. Gleichzeitig falle die Risiko-Kennziffer mit lediglich 1,71 deutlich unterdurchschnittlich aus.

Nachdem die Experten von "boerse.de-Aktienbrief" die Fielmann-Aktie im Aktienbrief bislang neun Mal zum Kauf empfohlen haben (Schnitt +35%), eröffnet sich jetzt abermals eine vielversprechende Einstiegsgelegenheit.Denn mit Überkreuzen der 200-Tage-Linie sei gerade ein neues Kaufsignal generiert worden. Dabei würden nur noch knapp 8% bis zum All-Time-High aus dem Juli fehlen, und darüber wäre der Weg aus technischer Sicht frei von Widerständen. Rein rechnerisch bestehe bis 2017 die Chance zur Verdoppelung. (Ausgabe 257 vom 11.01.2011) (13.01.2012/ac/a/d)

 

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